Deutsche Hilfe hauptsächlich in Sri Lanka und Indonesien
Bundeskanzler Schröder hat eine zügige und sorgfältige Umsetzung von Hilfsprojekten in den Flutregionen Südasiens angekündigt. Über Partnerschaften der Länder und Kommunen sei ein nachhaltiger Wiederaufbau möglich, sagte er am Abend.
Die langfristige Hilfe Deutschland für die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien soll sich auf Indonesien und Sri Lanka konzentrieren. Thailand habe signalisiert, dass es auf technisches Know-how aus Deutschland zurückgreifen, aber den Wiederaufbau aus eigener Kraft leisten wolle. In den genannten Staaten könne Deutschland über Partnerschaften der Länder und Kommunen einen Beitrag zum nachhaltigen Aufbau der Region leisten, sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am Mittwochabend nach einem Gespräch mit kommunalen Spitzenverbänden und Regierungschefs der Bundesländer in Berlin.
Die angestrebten Projekte sollten zügig umgesetzt werden. „Aber wir werden die Spendengelder und Mittel aus Steuergeldern sehr sorgfältig an den Mann bringen“, so Schröder. Die Bereitschaft in den Kommunen zu helfen, sei überwältigend. „Es ist unglaublich, was da auf die Beine gestellt wird“, so Schröder.
Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), der als Vertreter der unionsgeführten Bundesländer an dem Treffen teilgenommen hatte, nannte die Katastrophe eine Chance, möglicherweise eine gesellschaftliche Entwicklungshilfe zu starten. Nachhaltige Hilfe stehe Deutschland gut zu Gesicht.
Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, dass alle Bundesländer zu nachhaltiger Hilfe bereit seien.
Das Kabinett hatte am Morgen beschlossen, dass ein Ausschuss unter Federführung des Auswärtigen Amtes die Umsetzung der Hilfsprojekte koordinieren soll. |